
Maor Self Defense / Krav Maga
Krav Maga ist hebräisch und bedeutet "Kontaktkampf". Dieses vorerst rein
militärische Nahkampfsystem wurde in Israel entwickelt. Krav Maga hatte in
Israel bis 1964 den Status eines Militärgeheimnisses. Heute ist Krav Maga das
Nahkampfsystem vieler internationaler Militär- und Polizeieinheiten.
Maor Self Defense / Krav Maga ist eine Weiterentwicklung des ursprünglichen Krav
Maga. Polizeioffizier Amnon Maor ist Chefausbilder der israelischen
Grenzpolizei-Spezialeinheiten und leitet extrem gefährliche Einsätze, auch auf
feindlichem Gebiet. Er entwickelte dieses neue Selbstverteidigungssystem, weil
ihm das offizielle Krav Maga aufgrund der vorwiegend militärischen Zielsetzung
nicht geeignet für zivile Selbstverteidigungszwecke war.
Im Krav Maga ist erlaubt was effektiv ist. Es gibt keine Regeln. Eine
individuelle Lösung der jeweiligen Situation wird sofort gesucht. Diese
wesentlichen Prinzipien wurden adaptiert. Krav Maga kommt mit wenigen Techniken
aus, die leicht erlernbar sind. Aufgrund der Effizienz dieses kompromisslosen
Selbstverteidigungssystems wird Krav Maga sowohl in den USA als auch in Europa
in zunehmendem Maße von Zivilpersonen, darunter vielen
Frauen, trainiert. Auch in Österreich gibt es
eine steigende Zahl von Anhängern dieser Verteidigungsmethode.
Krav Maga beinhaltet u. a. verschiedene Schlagtechnik aus dem Boxen, Techniken
mit offener Hand, Ellbogen-, Kniestöße, Blocktechniken und Fußtritte aus den
Bereichen Thai / Kickboxen, Griff- und Fixiertechniken aus dem Jiu-Jitsu sowie
einige einfache Würfe und Feger. Wesentlicher Aspekt des Systems ist die Abwehr
von spontanen Angriffen mit und ohne Waffen, speziell auch aus kürzester
Distanz.
Bei Krav Maga müssen keine speziellen Abläufe eingehalten werden, die gelernten
Grundbewegungen werden lediglich mit anderen dynamischen Zügen kombiniert. Diese
Improvisations - Freiheit erlaubt es, sich der jeweiligen Situation
schnellstmöglich anzupassen.
Die Charakteristik von Krav Maga sind einfache Techniken, die auf natürlichen
Reflexen und Reaktionen des Menschen beruhen. Schwerpunkte beim Training sind
unter anderem das richtige Reagieren und Agieren unter Stressfaktoren. Die
Intensität der Verteidigung richtet sich nach dem Aggressionspotential des
Angreifers, es wird also konsequent nach dem Prinzip des Mindesteingriffs und
der Verhältnismäßigkeit vorgegangen.
Krav Maga kann relativ einfach und schnell gelernt werden und ist als
Selbstverteidigungssystem besonders für Frauen und Mädchen geeignet.
Voraussetzung dafür ist jedoch konsequentes, regelmäßiges Training. Damit
dieEckpfeiler des Krav Maga mit der österreichischen Rechtslage konform sind,
wird auch beim Training immer wieder auf Deeskalation und eine angemessenen
Selbstverteidigung in der Notwehrsituation eingegangen.
Das System ist für Erwachsene jeden Alters erlernbar, unterschiedliche
körperliche Verfassungen sind insofern kein Problem da jeder Teilnehmer das
Training auf dem ihm entsprechenden Niveau beginnt. Damit wird erreicht, dass
die Verteidigungstechniken einem sehr breiten Personenkreis zugänglich gemacht
werden können und nicht einer Elite vorbehalten sind. Schließlich kann jede/r
Opfer eines Angriffs werden.
Polizei- oder Vollzugsbeamte sowie private Sicherheitsdienstmitarbeiter sind bei
ihrem täglichen Dienst immer häufiger Konfliktsituationen mit aggressiven und
gewalttätigen Kontrahenten ausgesetzt. Sie müssen in diesen Situationen
angemessen und verhältnismäßig reagieren, aber auch, sollte es nötig sein, sich
selbst oder andere in Notwehrsituationen effektiv verteidigen können.
Krav Maga konzentriert sich weiters auf die Entwicklung von Selbstvertrauen,
Verteidigungsbereitschaft, geistige sowie körperliche Fitness und beinhaltet
zudem den Aufbau der Fähigkeit, gewalttätige Situationen unter psychischem Druck
zu meistern.

RoKru 2006
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charakterlich bedenklich erscheinen, abzulehnen. Wir wollen nicht jene Leute
unterrichten, von denen wir uns eigentlich schützen wollen.