קרב מגע - Krav Maga ist hebräisch und bedeutet "Kontaktkampf". Dieses vorerst rein militärische Nahkampfsystem wurde von Imrich "Imi" Lichtenfeld entwickelt. Lichtenfeld wurde 1910 in Budapest geborenen und wuchs in Bratislava (Pressburg) als Kind einer jüdischstämmigen Familie auf. 1940 emigrierte er aus der Slowakei und kam 1942 ins damalige Palästina . Dort unterrichtete er Nahkampf in den zionistischen Untergrundorganisationen Haganah und Palmach. Nach Gründung des Staates Israel 1948 wurde Lichtenfeld Nahkampfausbilder in der IDF (Israeli Defense Forces). Krav Maga wurde erst später für zivile Zwecke weiterentwickelt.
Krav Maga hatte in Israel bis 1964 den Status eines Militärgeheimnisses. Heute ist Krav Maga das Nahkampfsystem vieler internationaler Militär- und Polizeieinheiten.
Aufgrund der Effizienz dieses kompromisslosen Selbstverteidigungssystems wird Krav Maga sowohl in den USA als auch in Europa in zunehmendem Maße von Zivilpersonen, darunter vielen Frauen, trainiert. Auch in Österreich gibt es eine steigende Zahl von Anhängern dieser Verteidigungsmethode.
Die Charakteristik von Krav Maga sind einfache Techniken, die auf natürlichen Reflexen und Reaktionen des Menschen beruhen. Schwerpunkte beim Training sind unter anderem das richtige Reagieren und Agieren unter Stressfaktoren. Krav Maga kann daher relativ einfach und schnell gelernt werden. Krav Maga ist kein Sport, sondern ein reines Selbstverteidigungssystem. Daher gibt es auch keine Wettkämpfe. Damit dieses System mit der österreichischen Rechtslage konform ist, wird auch beim Training immer wieder auf die Bedeutung der Verhältnismäßigkeit in der Verteidigungssituation eingegangen.